Kein Hochglanz. Keine falschen Versprechungen. Wir erklären, wie der Schweizer Modelling-Markt tatsächlich funktioniert — Segmente, Gagen, Agenturen, Fehler, die du vermeidest.
Mein Profil kostenlos analysieren →Die Schweiz ist kein riesiger Modemarkt. Das muss man klar sagen. Sie ist kein Paris, kein Mailand, kein New York. Aber sie ist auch etwas anderes: ein konzentrierter, gut bezahlter Markt mit starker Corporate- und Pharmaindustrie, einer Luxusuhrensbranche ohne Vergleich, und einem Finanzsektor, der regelmässig authentische Gesichter für Kampagnen braucht.
Wer "Model Schweiz" sucht, meint oft sehr verschiedene Dinge. Manchmal den Traum einer Laufstegkarriere. Manchmal einfach die Frage, ob man nebenbei bei Shootings mitmachen kann. Manchmal — und das ist häufiger als man denkt — eine konkrete Frage über Gesichtsmodeling, Commercial oder Plus-Size. Diese Seite deckt das alles ab.
Auf dieser Seite findest du:
Die meisten Aufträge in der Schweiz kommen nicht aus der Mode — sondern aus Banking, Pharma, Versicherungen und Retail. Novartis, Roche, UBS, die Kantonalbanken, Coop, Migros, die Suva: das sind die Kunden, die regelmässig buchen und gut zahlen. Für diese Kunden suchen Agenturen keine Hochglanz-Models mit Starmassen — sie suchen überzeugende, authentische Gesichter. Das ist eine Nische. Und die ist in der Schweiz grösser, als die meisten vermuten.
Das engste Segment — klare Körpermasse, enge Altersfenster (16–28), direkter Wettbewerb mit internationalen Märkten. Für einen kleinen Teil der Bewerber. Zürich und Genf als Hauptstädte. Gagen variabel, oben sehr hoch — aber der Weg dahin ist steil.
Das volumenstärkste Segment in der Schweiz. Coop, Migros, SBB, Swisscom, Kantonalbanken — alle brauchen regelmässig Models für Werbemittel. Breitere Körperkriterien, alle Altersgruppen. Stabile Nachfrage, gute Gagen, keine Startstatus nötig. Der realistischste Einstieg.
Pharma, Kosmetik, Uhren, Luxus. Körpergrösse spielt kaum eine Rolle — Gesichtsstruktur, Ausdruck, Hautqualität zählen. Gute Gagen wegen Nutzungsrechten. Alle Altersstufen gefragt. Für viele die beste Einstiegsoption, wenn die Classic-Masse nicht passen.
Wächst — aber langsamer als in Deutschland oder UK. Schweizer Retailer beginnen, Kampagnen inklusiver zu gestalten. Noch wenige Agenturen mit echten Plus-Size-Divisions. SignedBy kann dir sagen, welche Agenturen in diesem Bereich aktiv buchen.
Stark wachsendes Segment. Banken, Versicherungen, Krankenkassen, Tourismus — alle suchen authentische Gesichter der kaufstarken 50+ Generation. Kaum Konkurrenz, gute Gagen. Wer in diesem Alter ein ausdrucksstarkes Gesicht und Kamerapräsenz hat, findet hier realen Markt.
Ungewöhnliche Gesichtszüge, ausdrucksstarke Erscheinung, nicht der klassische "schöne" Look — das ist gefragt. Vor allem für Werbung, die Authentizität signalisieren will. Nische, aber in der Schweiz existent. Schwieriger selbst zu verorten — lass dein Profil einschätzen.
| Auftragstyp | Tagesgage (CHF brutto) | Typische Kunden | Häufigkeit |
|---|---|---|---|
| Lokales Shooting (½ Tag) | 300–700 | KMUs, lokale Werbung | Häufig für Einsteiger |
| Commercial national | 900–2 000 | Migros, Coop, SBB, Swisscom | Regelmässig |
| Banking & Versicherung | 1 000–2 800 | UBS, AXA, Kantonalbanken, Helvetia | Gut für erfahrene Profile |
| Pharma & Medizin | 900–2 500 | Novartis, Roche, Krankenkassen | Stark nachgefragt |
| Kosmetik & Beauty | 1 200–3 000 | Schweizer Kosmetikmarken, Drogerien | Gut für Gesichtsmodels |
| Fashion Editorial | 400–1 200 (plus Exposure) | Magazine, Onlinepublikationen | Tief bezahlt, gut für Booklet |
| Luxus & Uhren | 1 500–4 000+ | Rolex, Patek, IWC, Cartier-CH | Hoch selektiv, sehr gut bezahlt |
| Testshoot (Einstieg) | 0 CHF — bezahl nie | Durch Agentur organisiert | Standard bei Einstieg |
Alle Beträge brutto, vor Agenturprovision (15–20 %). Nutzungsrechte können die Gesamtvergütung erheblich erhöhen — besonders bei Pharma und Banken.
| Stadt | Stärken | Typische Kunden | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| Zürich | Grösster Markt, stärkste Agenturlandschaft | Banken, Retail, Fashion, Medien | Alle Segmente — besonders Commercial und Fashion |
| Genf | International, Luxus, NGOs, FMCG | Uhren, internationale Organisationen, Kosmetik | Gesichtsmodels, Luxus, Mature, institutionell |
| Basel | Pharma-Weltzentrum, Art Basel | Novartis, Roche, Sandoz, Kulturinstitutionen | Gesichtsmodels, Pharma, Mature, Charakter |
| Bern / Lausanne | Öffentliche Hand, Romandie | Bundesverwaltung, Kantone, Westschweizer Brands | Commercial, Institutional, FR-Markt |
Bevor du Fotos machst oder Agenturen recherchierst: welches Segment passt wirklich zu dir? Das ist keine rhetorische Frage. Wer sich als Fashion-Model bei einer Agentur bewirbt, die auf Commercial-Kunden spezialisiert ist, wird nie gebucht — auch wenn das Profil stark ist. Falsche Passung kostet Zeit und schafft Frustration auf beiden Seiten.
Für die Erstbewerbung brauchst du kein professionelles Booklet. Vier Fotos in natürlichem Licht: Ganzkörper frontal (einfache Kleidung, klare Silhouette), Ganzkörper seitlich, Halbnahaufnahme, Gesicht Nahaufnahme. Neutraler Hintergrund, kein Filter. Gutes Tageslicht neben einem Fenster ist alles, was du brauchst. Agenturen, die bei der Erstbewerbung Studio-Fotos verlangen, sind oft keine Agenturen — es sind Fotostudios, die am Shooting verdienen wollen.
Die Schweiz hat keine 50 seriösen Model-Agenturen. Vielleicht 15 bis 20, wenn man es eng fasst. Lass dein Profil von SignedBy analysieren — kostenlos, in 48h — damit du weisst, bei welchen Agenturen dein Profil passt, und bei welchen du Zeit verschwendest.
E-Mail, drei bis vier Zeilen Text: Vorname, Alter, Wohnort, Körpergrösse, kurze Erwähnung deines Segments. Fotos direkt im Anhang — kein WeTransfer, kein Google Drive-Link. Gleichzeitig bei 3 bis 5 passenden Agenturen bewerben. Einmalig nach 3 Wochen nachhaken. Dann warten. Wer nach einer Woche dreimal nachhakt, schafft schlechte Eindrücke — das Timing ist wichtig.
Erstens Provision: 15–20 % ist der Marktstandard in der Schweiz. Alles über 25 % ist ein Warnsignal. Zweitens Exklusivitätsklausel: sie sollte regional oder national begrenzt sein, nicht global, und zeitlich klar definiert. Drittens Bildrechte: dein Gesicht, dein Körper — die Nutzung durch den Kunden muss zeitlich und geografisch begrenzt sein. Unbegrenzte Bildrechts-Abtretung ohne Zusatzentschädigung ist nicht normal. Nie beim Erstgespräch unterschreiben. Nie.
Das hängt vom Segment ab — und das ist der Punkt, den die meisten übersehen. Laufsteg und High Fashion verlangen klar definierte Körpermasse. Aber Commercial, Gesichtsmodel, Mature und Charaktermodel folgen anderen Regeln — und dieser Teil des Marktes macht in der Schweiz den grössten Umsatz. Bevor man sagt "ich bin zu klein" oder "zu alt", lohnt es sich, zu klären, für welches Segment man tatsächlich in Frage kommt.
Tagesgage für einen lokalen Commercial-Auftrag: 600 bis 1 400 CHF. Für nationale Kampagnen mit Banken oder Versicherungen: 1 200 bis 3 000 CHF. Pharma und Kosmetik: ähnlich. Luxus und Uhren: bis 4 000 CHF und mehr. Wichtig: die Nutzungsrechte können die Gesamtvergütung erheblich steigern — ein Halbtagesshooting für eine Pharmakampagne mit nationaler Reichweite kann mit Nutzungsrechten mehr bringen als ein volles Fashionshootingtag. Alle Beträge vor Agenturprovision.
Eine seriöse Agentur verlangt bei Bewerbung null Franken. Sie verdient ausschliesslich an den Bookings, die sie generiert — 15 bis 20 % Provision, bezahlt vom Kunden oder anteilig vom Model je nach Vertrag. Die Schweiz hat eine Handvoll gut etablierter Agenturen in Zürich, Genf und Basel mit aktiven Kundenstämmen. Lass dein Profil von SignedBy analysieren — wir sagen dir, welche davon dein Profil aktuell suchen.
Ja — aber selten sinnvoll für langfristige Einnahmen. Ohne Agentur hast du keinen Zugang zu den institutionellen Kunden, die regelmässig buchen. Was ohne Agentur funktioniert: lokale Shootings, Kollaborationen mit kleinen Marken, Social-Media-Aktivitäten. Für stabile, gutbezahlte Aufträge führt in der Schweiz kaum ein Weg an einer passenden Agentur vorbei.
Nein — aber Erreichbarkeit zählt. Die meisten Aufträge werden in Zürich, Genf und Basel produziert. Wer innerhalb von 90 Minuten erreichbar ist, hat keine nennenswerten Nachteile. Bern, Luzern, Basel, Lausanne — kein Problem. Weiter entfernt: Reisezeit wird selten vollständig gedeckt, sprich das offen an. Viele Models in der Schweiz leben ausserhalb der grossen Zentren und buchen problemlos — das entscheidende ist die Bereitschaft, kurzfristig verfügbar zu sein.
Schick uns dein Profil — 4 Fotos, dein Alter, dein Wohnort. In 48 Stunden sagen wir dir, welche Agenturen in der Schweiz dein Profil aktiv suchen — und welches Segment realistisch ist. Kostenlos, ohne Verpflichtung.
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